Ausflug - Monte San Costanzo

Ausflug - Monte San Costanzo

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Der Monte San Costanzo, von charakteristischer Kegelform, ist mit seinen 495 m der höchste Berg der Gemeinde und ist von Termini aus leicht zu erreichen. Die etwas Bequemeren können mit dem Auto bis fast an den Gipfel heranfahren und müssen dann nur noch das letzte, kurze Stück bis zur Wallfahrtskirche zu Fuß gehen. Von dort aus hat man einen phantastischen Panoramablick.

Die Geschichte

Die Anhöhe, von der aus man einen atemberaubenden Blick auf die umliegenden, von zahlreichen Bauernhäusern bedeckten Hügel hat, auf die Lattari-Berge, den Vesuv und den Golf von Salerno, ist mit zahlreichen Geschichten verknüpft, in denen sich belegbare Geschichte und Volksglaube ineinander verflechten.
Bis zum 15. Jahrhundert hieß der Berg Canutario, da der gesamte, aus hochragendem weißem Kalkgestein bestehende Gipfel an einen weißhaarigen Greis (canuto) erinnerte.
Der heutige Name geht auf die dem Hl. Costanzo gewidmete Kapelle zurück, die auf dem Gipfel um 1560 von den Familien Vespoli, Amitrano und Starace errichtet worden war. San Costanzo war Bischof und Schutzherr der Insel Capri.
Die Kapelle ist über eine Steintreppe erreichbar, Überreste einer sehr alten gepflasterten Straße, die nach Meinung einiger Historiker bis auf die Zeit der Griechen zurückgeht. In der Kapelle verehren die Einwohner von Termini, dem Ort an den Hängen des Monte San Costanzo noch heute ihren Heiligen.
Am 14. Mai, dem Tag von San Costanzo, wird eine Statue des Bischofs von Capri auf den Schultern einiger Männer von der Pfarrkirche hinauf zur kleinen Kapelle auf dem Gipfel des Hügels getragen. Im Juli wird dann der Heilige in feierlicher Prozession, an der zahlreiche Laienbrüder teilnehmen, zu seinem ursprünglichen Sitz zurückgetragen. Begleitet wird die Prozession von den Klängen einer Musikkapelle und einem prächtigen Feuerwerk.
Zu den Ursprüngen dieser einzigartigen Tradition, die nebenbei auch eine echte Kraftprobe für die Einwohner von Termini ist, gibt es verschiedene Theorien. Eine Volkslegende besagt, die Einwohner von Massa Lubrense hätten den Leuten von Termini das Recht auf ihren Heiligen bestritten. Daraufhin hätten die Terminesen ihren himmlischen Schutzpatron an einen unwegsamen Ort gebracht und ihm dort eine kleine Kapelle errichtet.
Natürlich ist diese Legende nicht geschichtlich belegt, aber zahlreiche Studien haben den Schluß nahegelegt, daß sich auf dem Gipfel des Monte San Costanzo, dort, wo jetzt die Kapelle steht, früher ein heidnischer Tempel gestanden haben muß. Dorthin sind anscheinend schon in alter Zeit die Einwohner der Halbinsel von Sorrent in feierlicher Prozession gezogen.

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